SPD-Kreistagsfraktion Bamberg gegen Aufhebung des Schutzgebietes bei Ebrach

Veröffentlicht am 08.06.2015 in Ratsfraktion

© Foto "Fagus sylvatica 014" by Nikanos via Wikimedia Commons

Die geplante Aufhebung des Schutzgebietes „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ durch die Regierung von Oberfranken stößt bei der SPD-Kreistagsfraktion Bamberg auf Unverständnis. Die Begründung, dass bei dem geschützten Gebiet das Merkmal der Abgrenzbarkeit als Einzelobjekt nicht vorliegen würde, kritisiert der Ebracher SPD-Kreisrat Max-Dieter Schneider als „fadenscheinig und völlig unzutreffend.“
 

Im April 2014 hatte das Landratsamt Bamberg das 775 Hektar große Schutzgebiet im Steigerwald ausgewiesen. „Der geschützte Landschaftsbestandteil wird von den Tälern des Handthalbaches und des Harbaches eindeutig begrenzt und zieht sich vom Ortsrand Ebrachs als Höhenrücken nach Norden. Damit ist es eindeutig in der Landschaft zu identifizieren und sehr wohl abgrenzbar“, bemerkt Schneider.

SPD-Fraktionsvorsitzender Carsten Joneitis sieht die Ausweisung des Schutzgebietes als „logische Konsequenz eines Kreistagsbeschlusses von 2010 und eines Beschlusses des Ebracher Marktgemeinderates von 2012 mit dem Ziel des Naturschutzes und der Erlangung des Weltnaturerbetitels für den Steigerwald.“

Zudem sei die Ausweisung solch hochwertiger Schutzgebiete laut Joneitis ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Biodiversitätsziele der Bundesregierung. Der Umwelt-Arbeitskreis der SPD Landtagsfraktion habe dies bei seinem Besuch im Steigerwald im April diesen Jahres genauso gesehen.

Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt nachdrücklich den breiten Widerstand, der sich gegen die Aufhebungspläne der Regierung von Oberfranken bildet.

 

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