Chronik des Ortsvereines

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

 Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, der so viel Tod, Leid und Zerstörung brachte, gingen demokratische Kräfte daran, das entstandene Unheil zu beseitigen. Nach Jahren der politischen Abstinenz, konnten wieder frei und ungelenkt politische Gremien gewählt werden, die in Folge Verantwortung übernahmen und den Aufbau des Landes steuerten.  

Gerade die Sozialdemokraten hatten auch bittere Erfahrungen im Kampf gegen das Hitler-Regime machen müssen.  So war es nicht verwunderlich, dass auch bei uns in Baunach junge Kräfte daran gingen, einen sozialdemokratischen Ortsverein zu gründen. Sie wurden von älteren Männern unterstützt, die schon vor dem Kriege und während des Dritten Reiches in der Sozialdemokratie aktiv waren.  

Die Gründerväter

1955 war es dann soweit. Der „harte Kern” der Gründungsmitglieder: Franz Wohlrab (SPD-Mitglied seit 1922), Franz Hagel, Franz Bandhauer, Wilhelm Zimmer. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern zählten Egbert Güthlein, Albin Bittner, Johann Postler, Heinrich Nüßlein und Karl Fälschle. Franz Bandhauer wurde der Erste Vorsitzende.  

Der noch junge Ortsverein entwickelte eine rege Aktivität und trat bereits 1956 mit einer eigenen Liste zu den Stadtratswahlen an. Egbert Güthlein wurde in den Stadtrat gewählt.  1960 wurde neben Egbert Güthlein auch Heinrich Nüßlein als Stadtrat berufen. Leider wurde bereits nach zwei Jahren das politische Wirken von Heinrich Nüßlein durch seinen Tod jäh beendet.  Mit Heinrich Nüßlein verloren Baunachs Sozialdemokraten einen aufrechten und grundehrlichen Mann. Für ihn rückte Franz Hagel nach.  

1965 starb der Erste Vorsitzende Franz Bandhauer. Dessen Nachfolger im Amt des Vorsitzenden wurde Egbert Güthlein. Franz Bandhauer gilt als der Pionier der Baunacher SPD. Ihm gilt unser aller Dank!  

1966 wurde Egbert Güthlein in den Kreistag von Ebern gewählt. Da er für den Stadtrat nicht mehr kandidierte, zogen Franz Hagel und Ludwig Schmitt in den Baunacher Stadtrat ein.  

Die Siebziger Jahre

1971 verlegte Franz Hagel seinen Wohnsitz nach Bamberg. Seinen Platz im Stadtrat nahm Siegbert Muckelbauer ein.  

1972 gelang der Baunacher SPD ein weiterer Schritt nach vorne. Nach langer Überzeugungsarbeit erklärte sich Egbert Güthlein bereit, nochmals für den Stadtrat zu kandidieren. Überraschend für alle, zogen mit Egbert Güthlein, Ludwig Schmitt und Siegbert Muckelbauer drei Sozialdemokraten in den Stadtrat ein.  Ludwig Schmitt übernahm das Steuer .

1975 nahm eine heimtückische Krankheit unseren väterlichen Freund und Ersten Vorsitzenden Egbert Güthlein aus unserer Mitte. Sein Leben war geprägt von Arbeit, Sinn für Schönheit und einer gehörigen Portion Humor. Wenn er in seiner ihm typischen Weise seine Erlebnisse schilderte, hatte er immer die Lacher auf seiner Seite. Baunachs Sozialdemokraten haben ihm viel zu verdanken.  

Sein Nachfolger im Stadtrat wurde Hermann Nüßlein. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Ludwig Schmitt gewählt.  Zur Wahl am 5. März 1978 stellte die Baunacher SPD mit Siegbert Muckelbauer erstmals einen Bürgermeister-Kandidaten.  Die Wahl war insgesamt ein Erfolg. Nur knapp wurde das vierte Stadtratsmandat verfehlt, und Siegbert Muckelbauer erzielte mit 30 Prozent der Stimmen ein achtbares Ergebnis als Bürgermeister-Kandidat.  Im Stadtrat war nun die SPD mit Hermann Nüßlein, Ludwig Schmitt und Siegbert Muckelbauer vertreten.  

Die Achtziger: Listenverbindung ein Erfolg

1984 vereinbarten wir erstmals eine Verbindung mit zwei weiteren Listen - der Erfolg stellte sich prompt ein:  Überhangmandate, die bislang verloren gingen, kamen uns zugute, so dass mit Ludwig Schmitt, Hermann Nüßlein, Siegfried Kreyer und Siegbert Muckelbauer vier Sozialdemokraten im Stadtrat Baunachs vertreten waren.

Sensation im Stadtrat  

1984 brachte auch einen weiteren Erfolg: Siegbert Muckelbauer wurde in den Kreistag gewählt.  Die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates im Baunacher Rathaus endete mit einer Sensation: nicht der CSU-Kandidat, sondern Siegbert Muckelbauer wurde mit Mehrheit zum Zweiten Bürgermeister gewählt.  

Die Neunziger: Zielstrebige Kontinuität

Die nun folgenden Jahre waren ausgefüllt mit einer zielstrebigen und allen Mitbürgern dienenden Arbeit im Rathaus und anderswo.  Diese erfolgreiche Arbeit fand ihre Bestätigung, ihren Niederschlag 1990 bei den Kommunalwahlen.  Bürgermeister-Kandidat Siegbert Muckelbauer erhielt diesmal gar 45% der Stimmen und verbesserte seinen Kreistagsplatz von 14 auf 8.  In den Stadtrat zogen Ludwig Schmitt, Siegfried Kreyer, Franz Reinfelder, Erich Langhojer, Siegbert Muckelbauer und mit Gudrun Stößel erstmals eine Frau ein.  Siegbert Muckelbauer wurde wieder Zweiter Bürgermeister.  

Goldener Ehrenring für Ludwig Schmitt  

Eine besondere Ehrung erfuhr Ludwig Schmitt am 9. Januar 1992 bei einer Festsitzung im Rathaussaal. Bürgermeister Wild überreichte ihm den Goldenen Ehrenring, die zweithöchste Auszeichnung der Stadt „für 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtrat von Baunach sowie aktives Mitwirken in Vereinen und Verbänden und als ehrenamtlicher Richter.”  Ludwig Schmitt erhält für seine Verdienste um die Partei am 20. April 1999 von Lilly Künzel, der KreisSPD-Chefin, den Ehrenbrief der SPD.  

Kommunalwahlen 1996  

An die Erfolge der vergangenen Jahre konnte die Baunacher SPD bei den Kommunalwahlen 1996 nicht anknüpfen. Für alle unfassbar, verlor ausgerechnet der Fraktionssprecher und Ortsvereinsvorsitzende Ludwig Schmitt sein Mandat im Stadtrat. Ludwig Schmitt hatte dem Gremium nahezu 30 Jahre lang angehört.  Franz Reinfelder konnte als Bürgermeister-Kandidat ein achtbares Ergebnis erzielen.  

Für die SPD zogen Siegbert Muckelbauer, Gudrun Stößel, Franz Reinfelder, Erich Langhojer und Siegfried Kreyer in den Stadtrat ein.  Bald darauf verließ Siegbert Muckelbauer die SPD, so dass nur noch vier Sozialdemokraten im Baunacher Stadtrat aktiv waren.  Aus beruflichen Gründen musste schließlich Franz Reinfelder sein Mandat abgeben. Für ihn rückte Albert Meier nach, der in der Folgezeit auch den Posten des Fraktionssprechers übernahm.  

Baunacher SPD geht online

Am 14. Dezember 2000 startete der SPD-Ortsverein Baunach unter www.spd-baunach.de sein Internetangebot. Die Seiten wurden schon in der Anfangszeit oft und gerne genutzt.  Nach einem Relaunch gingen die neugestalteten Seiten am 6. Mai 2002 online.  

Die Homepage des SPD-Ortsvereins Baunach war 2002 sogar für den Deutschen Internet Award NEO in der Kategorie „Beliebteste Website” nominiert. Vom 4. November bis zum 4. Dezember konnte die Internet-Gemeinde selbst per Abstimmung entscheiden, welche Seite einen Preis erhält. Unsere Seite spd-baunach.de  hat dabei einen hervorragenden 244. Platz belegt. Insgesamt waren in der Kategorie „Beliebteste Website” 530 Seiten nominiert.  

Der SPD-Ortsverein Baunach hat sich sehr über die Nominierung gefreut. Dies hat uns gezeigt, dass ein reges Interesse an unserem Internet-Angebot besteht. Wir verstehen diese Wahl als Ansporn, noch besser, aktueller und schneller zu werden. Wir bedanken uns recht herzlich bei jedem User, der uns seine Stimme gegeben hat!  

Die Nuller Jahre: Kommunalwahlen 2002

SPD-Fraktionssprecher Siegfried Kreyer gratuliert im Namen der SPD-Fraktion der frischgewählten Zweiten Bürgermeisterin Gudrun Stößel.  Nach der konstituierenden Sitzung des Stadtrates wird Zweite Bürgermeisterin Gudrun Stößel vor dem Rathaus in Empfang genommen.  Die anschließende Feier findet im Feuerwehrgerätehaus statt.  

Aus den Kommunalwahlen am 3. März 2002 haben sich für die Stadt Baunach einige Veränderungen ergeben. Zum Ersten Bürgermeister wurde Ekkehard Hojer (CBB) gewählt.  Die SPD konnte vier Mandate erringen. Gudrun Stößel, Siegfried Kreyer, Erich Langhojer und Peter Großkopf zogen in den Stadtrat Baunach ein. Siegfried Kreyer übernahm den Posten des Fraktionssprechers.

In der konstituierenden Sitzung des Stadtrates wurde Gudrun Stößel als erste Frau in der Geschichte Baunachs zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Wenig später übernahm Gudrun Stößel auch das Amt der Ersten Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins. Sie löste damit Albert Meier ab, der diesen Posten zwei Jahre lang innegehabt hatte.  

Spende an die Baunacher Kindergärten übergeben

Der SPD-Ortsverein Baunach hat am Baunacher Weihnachtsmarkt (8. Dezember 2002) die Besucherinnen und Besucher mit Kakao und Dezembertee verwöhnt. Diese Aktion kam sehr gut an, so dass der SPD-Ortsverein Baunach einen Reinerlös von 250 Euro erwirtschaften konnte.  Dieses Geld kam nun zu gleichen Teilen den beiden Baunacher Kindergärten St. Oswald und St. Magdalena zugute, weshalb OV-Vorsitzende Gudrun Stößel am 22. Januar 2003 den KiGa-Leitungen jeweils einen Scheck überreichen konnte.  

Zahlreiche Politiker zu Gast  

Wir hatten zahlreiche Politiker der SPD bei uns zu Gast. Waren dies vor einigen Jahren die Abgeordneten Rudolf Metter aus Ebern (MdB) und Heiner Schneier aus Zeil am Main (MdL), so kamen nach der Gebietsreform Dr. Hans de With, Philip Rosenthal, Otto Schumann, Bruno Friedrich und nicht zuletzt Günter Verheugen und Wolfgang Hoderlein zu uns.  Der damalige BayernSPD-Chef Wolfgang Hoderlein besucht am 3. November 2000 Baunach, wo er sich ins Goldene Buch der Stadt Baunach eintrug.  

Ludwig Schmitt wird zum Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins Baunach ernannt. Die Laudatio hält Wolfgang Hoderlein.  [Von links nach rechts: Albert Meier, damaliger Erster Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Baunach, Friedrich Odenbach, damals MdL und OberfrankenSPD-Chef, Ludwig Schmitt, Ehrenvorsitzender des SPD-Ortsvereins Baunach, Wolfgang Hoderlein, damaliger BayernSPD-Chef. ]

Unsere Kommunalwahlversammlungen, die wir zum großen Teil in eigener Regie durchführten, kamen bei allen Zuhörern gut an und waren stets hervorragend besucht! Auch in der neuen Legislaturperiode werden wir am allgemeinen Geschehen mitarbeiten und uns für die Stadt Baunach engagieren. Wir sind stolz darauf, dass wir vieles zum Wohle unserer Mitbürger bewirken konnten. In allen entscheidenden Gremien sind wir vertreten; unser Wort hat Gewicht.  

Die Baunacher Sozialdemokraten haben das Gesicht dieser Stadt mitgeprägt und haben kommunalpolitischen Weitblick bewiesen, sind ihrer Verantwortung gerecht geworden. Was in 48-jähriger Arbeit aus kleinsten Anfängen aufgebaut wurde, soll uns Aufgabe und Verpflichtung bleiben.  Dem Bürger und Mitmenschen zu dienen, seine Probleme und Sorgen lösen helfen, soll unser oberstes Ziel sein.

„Mit den Bürgern, für die Bürger!” 

Der SPD-Ortsverein Baunach hat derzeit 33 Mitglieder. Jedes Jahr im Herbst gehen wir für zwei Tage in Klausur auf Schloss Schney. Damit auch in Zukunft die Sozialdemokratie in Baunach einflussreich bleibt, brauchen wir Sie. Sprechen Sie mit uns! Wir geben Ihnen gerne nähere Informationen und würden uns freuen, Sie schon bald in unserer Mitte begrüßen zu dürfen.  Die Geselligkeit kommt bei uns nicht zu kurz.

Zum Stammtisch treffen wir uns in der Regel jeden letzten Donnerstag im Monat ab 20.00 Uhr im Restaurant „Zum Griechen” - Bei Theo.  Schauen Sie doch einfach einmal vorbei!  

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