SPD Bamberg-Land schickt mit Heyder und Schmid Top-Kandidaten ins Rennen um Bezirk und Landtag

Veröffentlicht am 07.02.2013 in Landespolitik

Ein Symphonieorchester kündigte UB-Vorsitzender Jonas Merzbacher zum Auftakt der Nominierungsversammlung der SPD Bamberg Land für die Landtags- und Bezirkstagswahlen an. Nachdem es nicht gelungen sei, die Bamberger Symphoniker zur verpflichten, sei das "Symphonieorchester" des Frauenbundes Hirschaid kurzfristig eingesprungen. Diese sorgten mit ihrer unkonventionellen Instrumentenwahl und einem furiosen Höllenritt durch Klassik-Klassiker für einiges Gelächter bei den Genossen. Bei der folgenden Aufstellungskonferenz im Rattelsdorfer Sportheim gab sich die SPD kämpferisch – sowohl im Bezirk als auch auf Landesebene seien Veränderungen dringend nötig.

„Partei kann auch Spaß machen“, freute sich Andreas Schwarz, Bürgermeister von Strullendorf und SPD-Bundestagskandidat Bamberg Stadt, nach dem Auftritt der Hirschaider Damen. Im Sportheim von Rattelsdorf, wo die Versammlung stattfand, konnte er neben 32 Delegierten auch die Landtagskandidaten aus Bamberg, Forchheim und Lichtenfels, Felix Holland, Reiner Büttner und Ralf Pohl, begrüßen. Gekommen war auch Mathias Eckardt, DGB-Regionsvorsitzender Oberfranken West. Schwarz lobte den guten Start der SPD ins Wahljahr 2013. Es habe sich einmal mehr gezeigt, dass Umfragen nicht entscheidend seien.

Auf dem Weg zu einem Volksentscheid über die Studiengebühren in Bayern hätte die mögliche künftige Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wähler schon gezeigt, welches Potenzial vorhanden sei. Die Kandidatenfindung für Land- und Bezirkstag sei in der Region nicht einfach gewesen, so Schwarz. „Dennoch können wir Köpfe präsentieren, mit denen die Leute etwas anfangen können.“

Für den Landtag: Reinhard Schmid

Als erster stelle sich Reinhard Schmid zur Wahl als Landtagskandidat im Wahlkreis Bamberg Land. Schmid ist 48 Jahre alt, gebürtiger Rattelsdorfer und arbeitet seit 1994 als Rechtsanwalt. Bekannt ist er auch durch sein Hobby, die Musik: Regelmäßig tritt er mit der Band „Wednesday Project“ auf und singt dabei Rocksongs der 1960er und 1970er Jahre. In Rattelsdorf hat er ein Gemeinderatsmandat inne und trat dort auch 2011 als Bürgermeisterkandidat an – und schaffte es bis in die Stichwahl. „Wir müssen geschlossen in den Wahlkampf gehen, und nicht mit der Einstellung, wir hätten gegen die CSU ohnehin keine Chance“, sagte Schmid. „Unser großer Vorteil ist: Wir können Wirtschaft und Soziales.“

Dem aktuellen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer warf er „Regieren im Sowjetstil“ vor, den Koalitionspartner FDP brauche ohnehin niemand mehr. „Wir haben in Bayern mit Christian Ude einen herausragenden Spitzenkandidaten und dürfen daher selbstbewusst sein.“ Bezüglich der Region Bamberg und Franken insgesamt vermisste Schmid eine klare Strategie der bayerischen Regierung. Seine Rede kam gut an – und Schmid wurde schließlich mit 32 Delegiertenstimmen, also einstimmig, als Landtagskandidat aufgestellt.

Für den Bezirkstag: Wolfgang Heyder

Als Bezirkstagskandidat stellte sich Wolfgang Heyder zur Wahl. Die meisten werden ihn als Manager der Brose Baskets kennen, er engagiert sich aber auch als Kreisrat. „Ich bin kein Politiker“, sagte Heyder bei seiner Vorstellung. „Außerdem fehlt mir momentan noch der Einblick, was genau auf mich zukommt. In den vergangenen Wochen habe ich mich aber mit der Arbeit des Bezirkstags auseinander gesetzt.“ Daher äußerte sich durchaus schon politisch, sprach die Verluste und Schulden des Bezirks Oberfranken an und kritisierte die hohen Verwaltungskosten. „Aus vielen Verwaltungseinheiten müssten Gelder in Richtung Vereinsarbeit umgeschichtet werden. Denn das Vereinsleben trägt unsere Gesellschaft.“ Außerdem plädierte er dafür, mit eigener Identität in den Wahlkampf und auch in Beratungen zu gehen. „Es bringt nichts, auf anderen Parteien rumzuhacken. Vielmehr müssen wir die Menschen abholen und mitnehmen“, so Heyder. Im Sport sei es genauso: Vor einem Spiel blicke der Trainer nicht auf den Gegner, sondern auf die eigene Mannschaft. Bei einer Enthaltung wurde Heyder zum Bezirkstagskandidaten gekürt.

Listenkandidatin für den Landtag wurde Hildegard Halm-Götz aus Reichmannsdorf, für den Bezirkstag tritt Patricia Hanika aus Schlüsselfeld als Listenkandidatin an. Jonas Merzbacher freute sich über die gelungene Veranstaltung und betonte ebenso, wie wichtig es sei, geschlossen in die Wahlkämpfe zu gehen.

Artikel von Johannes Michel für "Nachrichten am Ort"

Den Originalartikel finden Sie hier >>>

 

Homepage SPD Bamberg Land

Nachrichten

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Counter

Besucher:526074
Heute:60
Online:2