MdL Susann Biedefeld: Studie bestätigt SPD-Anliegen - Frauenhaus in Bamberg muss besser gefördert werden

Veröffentlicht am 03.05.2016 in MdB und MdL

http://www.skf-bamberg.de/einrichtungen/beratung-und-hilfe-fuer-frauen/frauenhaus.html

SPD im Landtag setzt sich schon seit Jahren für mehr Mittel ein – MdL Susann Biedefeld: Frauenhaus in Bamberg am Limit

Eine jetzt vom bayerischen Sozialministerium veröffentlichte Studie bestätigt die Kritik und die Einschätzung der SPD-Fraktion, was die Ausstattung der Frauenhäuser angeht. Demnach reichen die finanziellen Mittel, die der Freistaat zur Verfügung stellt, bei weitem nicht aus. Eine Aufstockung der Kapazitäten um 35 Prozent sei dringend erforderlich. Die Studie bestätigt außerdem die SPD-Forderung nach der Schaffung von zentralem und bezahlbarem Wohnraum, damit die Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus unabhängig leben können.

Eine SPD-Anfrage hat unter anderem ergeben, dass das Frauenhaus in Bamberg im Jahr 2013 mit nur 32.400 Euro auskommen musste – und das für rund 54 Frauen und 34 Kinder allein im Jahr 2012. Die oberfränkische SPD-Abgeordnete ist entsetzt: „Was wir schon lange wussten, hat sich durch die Studie jetzt bestätigt. Frauen, die Opfer von Gewalt sind, müssen die Hilfe bekommen, die sie brauchen – auch in Bamberg. Dort finden nicht nur Frauen und Kinder aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg sondern auch aus dem Nachbarlandkreis Forchheim Zuflucht. Es kann nicht sein, dass die Verantwortlichen hier jeden Cent dreimal umdrehen müssen und kaum über die Runden kommen.“

Susann Biedefeld fordert mit der SPD-Landtagsfraktion im Einzelnen:

  • Ausbau der Frauenhausplätze schrittweise um 35 Prozent
  • Ausbau von Übergangswohnungen und Wohnprojekten für Frauen nach dem Frauenhausaufenthalt
  • Überarbeitung der Bayerischen Richtlinien für Frauenhäuser und Frauennotrufe im Hinblick auf die personelle Ausstattung von Frauenhäusern, Fachberatungsstellen/Notrufen und Interventionsstellen
  • Erhöhung des Personals der Frauenhäuser, um auch Aufgaben erfüllen zu können, die zur Zeit nicht abgedeckt sind, z.B. im Bereich der Verwaltung und Leitung, Hauswirtschaft und für die wichtigeArbeit mit Kindern
  • Erhöhung der Regelaufenthaltsdauer im Frauenhaus von 6 Wochen auf 3 Monate
  • Schaffung von barrierefreien Angeboten für Frauen, die zur Zeit noch wenig erreicht werden, wie geflüchtete Frauen, Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen mit Behinderungen
  • Konzepte für präventive Maßnahmen, die langfristig die Entstehung von Gewalt verhindern
 

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