MdL Susann Biedefeld: Sanierungsstau bei Bädern im Landkreis Bamberg wird immer schlimmer

Veröffentlicht am 20.08.2018 in Gesundheit

Im Landkreis Bamberg haben einige Schwimmbäder erheblichen Sanierungsbedarf: das Schwimmbad Hirschaid (750.000 Euro), das Schwimmbad Scheßlitz (200.000), das Schwimmbad Zapfendorf (3.000.000 Euro), das Schwimmbad Ebrach (150.000 Euro), sowie das Schwimmbad Bischberg (3.600.000 Euro).

Oberfrankenweit belaufen sich damit die voraussichtlichen Sanierungskosten laut Abfrage auf 93.399.200 Euro. Bayernweit sind es 1.027.254.055 Euro. Dies ergab eine Anfrage der oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld an die CSU-Staatsregierung.

Aus der Anfrage geht hervor, dass in Bayern nach aktuellem Stand 447 Bäder sanierungsbedürftig sind, wobei 53 davon aufgrund massiver Mängel die Schließung droht. Die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld zeigt sich angesichts der prognostizierten Sanierungskosten schockiert. „Eine solche Situation ist schlimm. Das wir aber von einer Milliarde Euro sprechen, das ist nicht nur katastrophal, sondern ein Skandal.“

Die CSU-Staatsregierung wisse seit mehr als einem halben Jahr, wie schlimm die Lage ist. Im Januar habe sie bereits bei den Kommunen eine entsprechende Erhebung angestrengt. „Obwohl die Zahlen auf dem Tisch liegen, lässt die Staatsregierung zwei Nachtragshaushalte verstreichen, ohne auch nur einen einzigen Cent für Bayerns Bäder bereitzustellen“, schimpft SPD-Haushaltspolitikerin Biedefeld. „Die CSU hat unseren Antrag zum ersten Nachtragshaushalt zur Förderung von Schwimmbädern abgelehnt. Vielmehr noch: Der Finanzminister hat uns wegen eines geforderten 25 Millionen Euro schweren Härtefonds unseriöse Finanzpolitikvorgeworfen, wohl wissend, dass der Sanierungsstau sich auf eine Milliarde Euro beläuft“, so die Haushälterin weiter. Die CSU wolle das Thema unter den Teppich kehren. „Aber wir lassen das nicht durchgehen. Angesichts der Tatsache, dass sich die prognostizierten Sanierungskosten für die akut von der Schließung bedrohten Bäder auf über 150 Millionen Euro belaufen, brauchen wir ein Sofortprogramm. Wir haben genug Geld für ein Luftfahrtprogramm und gleichzeitig gehen unsere Bäder baden. Das ist lächerlich“, findet Biedefeld.

 

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