MdL Susann Biedefeld kritisiert: 73 Prozent der bayerischen Schulen ohne ausreichendes Internet

Veröffentlicht am 28.06.2018 in Bildung

Fast drei Viertel der bayerischen Schulen stehen nur Internetgeschwindigkeiten von maximal 16 Mbit/s zur Verfügung. Diese Bandbreiten sind für Unterricht in digitalen Klassenzimmern viel zu gering, wie die Staatsregierung selbst einräumt. In einem Positionspapier des Bildungsministeriums heißt es, dass die verfügbare Internetbandbreite in Schulen „nicht weniger als 100 Mbit/s betragen“ sollte. Diese Forderung erfüllen weniger als 13 Prozent der bayerischen Schulen, wie die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergibt. „Auch in der hiesigen Region hinken viele Schulen hinterher“, kritisiert die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld.

Dabei müsse den Schülerinnen und Schülern digitale Souveränität vermittelt werden. Sie müssen digitale Geräte bedienen, verstehen und sinnvoll einsetzen können. „Und die Voraussetzung dafür ist das schnelle Internet an der Schule“, betont Biedefeld weiter. Die Schulen bräuchten außerdem auch mehr Lehrerinnen und Lehrer, die in Bezug auf die Digitalisierung besonders geschult werden.

Anhand der Rechnerumfrage 2017 an der bayernweit 4718 staatliche und städtische Schulen (keine Privatschulen) ihre jeweiligen Internetbrandbreiten rückmeldeten, ergibt sich für den Landkreis Bamberg folgendes Bild:

Bandbreite
- bis 6 Mbit/s: 74 Schulen in Oberfranken, 10 Bamberg/Land
- bis 16 Mbit/s: 241 Oberfranken, 25 Bamberg/Land
- bis 50 Mbit/s: 71 Oberfranken, 11 Bamberg/Land
- bis 100 Mbit/s: 47 Oberfranken, 1 Bamberg/Land
- bis 200 Mbit/s: 4 Oberfranken, 1 Bamberg/Land
- über 200 Mbit/s: 10 Oberfranken, 0 Bamberg/Land

„Diese Zahlen machen deutlich, dass auch im Landkreis Bamberg viele Schulen das schnelle Internet nicht nutzen können. Hier muss schleunigst etwas getan werden, um auch bei uns in der Region die Voraussetzungen für den sinnvollen Einsatz digitaler Medien zu schaffen“, fordert die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld.

 

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