Google Street View - eine neue Art des gläsernen Menschen

Veröffentlicht am 26.10.2010 in Kommunalpolitik

Eine neue und auch andere Dimension des gläsernen Menschen wurde erreicht.
In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass Kamerawagen des Onlinedienstes Google Street View Passwörter, E- Mails und andere vertrauliche Daten gesammelt und gespeichert hat. Gesammelt und gespeichert im Zuge der bildlichen Dokumentation. Einfach mal so nebenbei und keiner wollte etwas gewusst haben. Der Softwarefehler ist nicht aufgefallen, so die Firma!?!?!?

So könnte es sein, in Deutschland. In anderen Ländern ist es so wahrscheinlich passiert.

Eine andere, eine neue Dimension deshalb, weil wir nicht mehr aktiv etwas ausfüllen, wie z. B. die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder auch die sog. Payback Bonusprogramme. Bei beiden Formen der persönlichen Datenmitteilung ist uns fast schon klar, dass man hier Daten freilegt und bekannt macht.

Dass aber nicht nur Bilder aufgenommen, sondern auch Daten ganz anderer Art erfasst werden könnten, damit konnte keiner rechnen.
Aber genau aus diesem Grund sollte man immer vorsichtig sein, wenn jemand versucht Daten zu sammeln. Daten, die als Einzeldatenobjekt kaum einen Nutzen haben. Fügt man aber viele Einzeldatenobjekte zusammen, so ergibt sich ein vollständiges Muster über jeden und alles.

Und aus diesem Grund nutzen Sie die noch bestehende Chance und legen Sie Widerspruch gegen die Bilddokumentation Ihrer Wohnung ein.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Egal ob und wie und vor allem was für Daten Google bei diesem Projekt erfassen könnte, schützen Sie ihr Heimnetzwerk, sichern Sie es mit einem Passwort, lassen Sie nur bestimmte Computer darauf zugreifen und verstecken Sie es. Denn es gibt mehr, die Ihre Daten wollen und viel daran setzten sie zu bekommen.

 

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