Fränkischer Tag Bamberg vom 11.12.2009, S. 21

Veröffentlicht am 01.01.2010 in Presse

Ein Bericht von Albert Meier

Breitband-Versorgung ist auf dem Weg
Infrastruktur Bei der Bürgerversammlung in Reckendorf informierte Bürgermeister Klaus Etterer, dass die Gemeinde einen Vertrag mit der Telekom geschlossen hat.

Reckendorf Reckendorf "Offenbar sind die Bürger durchwegs zufrieden", attestierte Bürgermeister Klaus Etterer den wenigen Besuchern der Bürgerversammlung im "Haus der Kultur". Er hatte mehr Zuspruch erwartet. Noch vor seinem "Rechenschaftsbericht" ging das Gemeindeoberhaupt auf eine schriftliche Anfrage eines Bürgers zur Versammlung ein.

Dieser Bürger wunderte sich darüber, dass im Altort bei Baumaßnahmen keine Beiträge erhoben würden. Er forderte vorsorglich eine "Gleichbehandlung" im gesamten Dorf. Der Bürgermeister beruhigte den Fragesteller. Wenn bei Innerortsstraßen, im Kanalsystem oder der Wasserversorgung lediglich Besserungen vorgenommen würden, gehe dies zu Lasten der Gemeinde. Anders sehe es zum Beispiel bei einem grundlegenden Ausbau einer Straße aus, dann würden nach der entsprechenden Straßenausbau-Beitragssatzung Beiträge der Anlieger fällig.
70 Prozent Förderung Eine erfreuliche Mitteilung hatte der Bürgermeister "brandneu" zu bieten. So komme der langwierige Prozess mit der DSL-Breitbandversorgung in Schwung, ein Vertrag mit der Telekom sei geschlossen und innerhalb eines Jahres werde schnelleres Surfen in der ganzen Gemeinde möglich sein. Man müsse mit einem Aufwand von 145 000 Euro rechnen. Neuerdings betrage die Förderung 70 Prozent oder maximal 100 000 Euro. Und genau für diese 100 000 Euro habe man schon eine Zusage. Man werde aber wohl zunächst vorfinanzieren müssen.
Mit der Sanierung der Grundschule gehe es auch voran. Bei einem Aufwand von 420 000 Euro könne man aus dem Konjunkturpaket II mit 87,5 Prozent oder 367 500 Euro rechnen. Der Gemeinde blieben also rund 53 000 Euro übrig plus möglicher Erhöhungen bei erforderlichen kleineren "Zugaben".
Im Weiteren gab der Bürgermeister wesentliche allgemeine und finanzielle Daten der 2084 Einwohner (davon 56 in Nebenwohnung) zählenden Gemeinde bekannt. Den Hauptanteil stellten 1314 Einwohner im Alter von 19 bis 65 Jahren.
Weiter nannte der Bürgermeister Eckdaten des heurigen Haushaltes. Bei einer Tilgung in Höhe von 74 750 Euro und ohne neue Darlehen werde der Schuldenstand zum Jahresende voraussichtlich 865 007 Euro betragen.
Auch zu den Finanzen in der Verwaltungsgemeinschaft und im Schulverband Baunach hatte der Bürgermeister Zahlen parat. Schließlich ging Etterer auch noch auf den "Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckendorfer Gruppe" ein, der auch Baunachs Stadtteil Reckenneusig mit Trinkwasser (Härtegrad 2) versorgt. In diesem Jahr sei die abgegebene Wassermenge erneut gesunken und betrage nun 93 873 Kubikmeter. Im nächsten Jahr solle die Leistung der Unterwasserpumpe im Tiefbrunnen II so geändert werden, dass sie statt vier auch sechs Liter pro Sekunde fördern kann. Damit erhöhe sich die Versorgungssicherheit, wenn der Brunnen I (sechs l/s) ausfalle oder Reparaturen notwendig würden.
In der abschließenden Aussprache hatten nur wenige Bürger "kleinere Sorgen".

 

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