Demokratie stärken

Veröffentlicht am 09.06.2009 in Bundespolitik

Frank- Walter Steinmeier hat eine bessere Förderung von ehrenamtlich Engagierten gefordert. Auf einem Kongress der SPD- Bundestagsfraktion sprach er sich dafür aus, die Unterstützung auf eine verlässlichere Grundlage zu stellen. Engagement und Solidarität, daraus ziehe die Demokratie ihre Kraft, so Steinmeier.

Auf dem Kongress "Freiwillig - im Dienste der Gesellschaft" würdigte der SPD- Kanzlerkandidat am Mittwoch das Engagement von rund 23 Millionen Frauen und Männern, die sich in Deutschland ehrenamtlich einsetzen: Für Alleinerziehende, für Einwanderer, gegen Rechtsextremismus, aber auch im Fußballverein, in der Leihbücherei oder in der kirchlichen Jugendarbeit. Steinmeier verwies auf die Internationalisierung von Politik und Gesellschaft. Die Zusammenarbeit mit Migrantengruppen müsse verstärkt werden. Wenn deutsche und türkische Eltern sich gemeinsam für die Schule oder den Fußballclub ihrer Kinder einsetzten, werde auch das gegenseitige Vertrauen wachsen.

Hilfen für Helfer

Steinmeier bekräftigte, dass Bürgerschaftliches Engagement nicht per Gesetz verordnet werden kann. Gerade deshalb sei die Politik in der Pflicht, dem Ehrenamt den Rücken zu stärken. Als Beispiel nannte er das Gesetz zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, das unter dem Motto "Hilfen für Helfer" die steuerlichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement verbessert.

"Unser Ziel ist es, dass wir die gewachsenen Netzwerke dauerhaft sichern", unterstrich Steinmeier - beispielsweise Initiativen, die dem Rechtsextremismus unerschrocken die Stirn bieten. Diese müssten sich darauf verlassen können, dass die staatliche Förderung, die sie erhalten, nicht plötzlich abbricht.

"Wer einen solchen Einsatz für Demokratie zeigt, darf nicht an der Bundeshaushaltsordnung scheitern." Schließlich sei die Gesellschaft mehr denn je auf dieses Engagement für das Gemeinwohl angewiesen, betonte der SPD- Kanzlerkandidat.

 

Homepage SPD Bamberg Land

Nachrichten

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Counter

Besucher:526074
Heute:57
Online:3