Andreas Schwarz, MdB: Wiedereinstieg für Frauen ins Berufsleben leicht gemacht

Veröffentlicht am 17.06.2019 in MdB und MdL

Andreas Schwarz im Gespräch mit der Leiterin der Arbeitsagentur, Brigitte Glos

Mit einer Telefonaktion unter dem Motto „Erfolgreich Wiedereinsteigen“ will die Arbeitsagentur Bamberg-Coburg es Frauen leichter machen, nach einer familienbedingten Auszeit wieder in das Arbeitsleben zurückzukehren. Zu diesem Anlass hat der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete bei der Leiterin der Arbeitsagentur, Brigitte Glos, nachgehört. 

„In den vergangenen Jahren haben wir mit dem Elterngeld, der Quote für Frauen in Führungspositionen, dem gesetzlichen Mindestlohn und dem Rückkehrrecht auf vorherige Arbeitszeit viel für die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben getan. Doch noch immer laufen Frauen Gefahr, ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen zu können: Sie werden durchschnittlich schlechter bezahlt, steigen familienbedingt öfter und länger aus dem Job aus, steigen überwiegend in Teilzeit wieder in den Job ein, und das nicht selten unterhalb ihrer Qualifikation“, erläutert der SPD-Abgeordnete. 

„Für viele Frauen ist der Wiedereinstieg nach mehreren Jahren familienbedingter Auszeit allein schon eine Hürde“, setzt Brigitte Glos noch einen drauf. „Wir haben festgestellt, dass hier den Frauen manchmal schon ein kleiner Anstoß hilft, um sie aus ihrer „stillen Reserve“ zu locken. Es gibt im Agenturbezirk Bamberg-Coburg viele gut ausgebildete Frauen. Diese möchten wir für den Arbeitsmarkt gewinnen und über die vielfältigen Angebote der Agentur für Arbeit informieren.“ 

Hier hat die Agentur mit einem alle zwei Jahre stattfindenden „Infotag“ sowie der Telefonaktion mit der Beauftragten für Chancengleichheit einen guten Weg gefunden. „Beide Aktionen sollen den Frauen Mut machen, wieder den Schritt ins Berufsleben zu wagen“, betont Glos. Beim Infotag geht es um frauenspezifische Themen, es werden Bewerbungsfotos gemacht und das Bewerbungsgespräch geübt. Bei der Telefonaktion können Frauen direkt, unkompliziert und unverbindlich ihre Fragen zur Berufsrückkehr stellen. Durch den direkten Kontakt wird gleich individuell besprochen, was in verschiedenen Lebenssituationen ratsam wäre. 

Im weiteren Gespräch erkundigte sich der SPD-Abgeordnete nach den angebotenen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten der Agentur für Arbeit. „Angebote sind vorhanden, laufen aber zäh“, berichtete Glos. „Was mich nachdenklich stimmt. Denn in der Zukunft werden wir alle Arbeitskräfte in Summe benötigen, aber ohne Weiterbildung werden viele heutige Fachkräfte abgehängt. Schon allein die Bedarfsabfrage bei den Betrieben gestaltet sich schwierig, um passende Maßnahmen entwickeln zu können. Das Problem bei der Weiterbildung ist kein finanzielles.“

 

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